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Seite 4 von 5 Vorteile der Methode Zurzeit gibt es nur begrenzte Daten aus einigen wenigen Studien, die eine suprazervikale Hysterektomie mit einer kompletten Hysterektomie vergleichen. Die meisten dieser Studien vergleichen dabei allerdings eine abdominale suprazervikale Hysterektomie (vom Bauchschnitt) mit einer abdominalen kompletten Hysterektomie. In der Mehrzahl dieser Studien konnten keine Unterschiede gefunden werden bezüglich der sexuellen Empfindungsfähigkeit, der Rate an Harninkontinenz oder der Rate an Senkungsbeschwerden nach kompletter oder nach suprazervikaler Hysterektomie. Die Erholungszeit (Rekonvaleszenz) nach suprazervikaler Hysterektomie war deutlich schneller und auch die Häufigkeit von Begleiterkrankungen (Morbidität) war geringer. Allerdings ist der Zeitraum der Nachbeobachtung in den Studien meist auf einige wenige Jahre nach der Operation beschränkt. Ein objektiver kurzfristiger Vorteil der LASH im Vergleich zu einer kompletten Hysterektomie ist das geringere Ausmaß der lokalen sekundären Wundheilung. Die Wiederaufnahme sexueller Aktivität ist früher möglich. Die Patientin ist nach einer LASH in der Regel im kurzfristigen postoperativen Zeitraum weniger stark beeinträchtigt als nach einer kompletten Hysterektomie. Ob es langfristige Vorteile der LASH gegenüber der kompletten Hysterektomie gibt, ist zurzeit Gegenstand laufender Studien. Theoretisch dürfte die Rate von Harnleiter- und Blasenkomplikationen bei einer LASH geringer sein als bei einer klassischen Gebärmutterentfernung mit Entfernung des Gebärmutterhalses. Die LASH erweitert und bereichert das mögliche Spektrum der Behandlung gutartiger uteriner Veränderungen und hat daher heute durchaus ihre Berechtigung. Sie erscheint vielen Frauen vorteilhafter und attraktiver als eine komplette Hysterektomie. Vor Durchführung einer LASH ist eine umfassende Information und Beratung der Patientin mit Erörterung von Alternativen anzuraten. Hierbei sollten sowohl Fragen der weiteren regelmäßigen Krebsfrüherkennung als auch die Möglichkeit von leichten persistierenden Regelblutungen nach LASH besprochen werden, die in ca. 20 % auftreten können.
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